Für Debian

Nachfolgender Text ist ein Beitrag des Nutzers “Lucky MSN Butterfly” im Heise Forum am 15. Juni 2010:

Debian vereint kruppstahlharte Software mit einem
menschenfreundlichen Sozialvertrag. Dieser ist es, der in unseren Zeiten der Krise, der sozialen Kälte, der Vereinzelung, der Ellenbogenmentalität und der Egomanie, die Frage an den Nächsten möglich macht: Darf ich dir helfen?

Debian ist binär gewordene Utopie im besten Sinne. Debian ist die Standarte der Freiheit, welche den unbeugsamen Kriegern des Lichts den Weg in eine bessere Zukunft weist. Debian läßt sich nicht bezwingen, nicht brechen, nicht kaufen. Debian ist der Küstenfelsen, der sich stolz und unverbrüchlich der tosenden Brandung entgegenstellt.

Das ist es, was Debian aus der schier unüberblickbaren Schar der GNU/Linux-Distributionen heraushebt. Lang lebe Debian! Lang lebe die Freiheit!

Needle und Haystack?! Verdammte Axt!

Needle und Haystack?! Verdammte Axt!

Erinnerung an MEXP, den MusicExplorer für Winamp

Einigen alten Hasen wird das folgende Werkzeug noch bekannt sein: MEXP, der MusicExplorer. MEXP wurde von Anders Thomsen als Ergänzung zu Winamp entwickelt. In den Anfangsjahren von Winamp gab es keine vernünftige Lösung um Audiodateien zu verwalten und zu taggen. Die heute existierende Bibliotheksfunktion kam erst im Verlauf der Entwicklung der 2.x Version hinzu. Das Plugin kam am 22.Juli 2002 in die Winamp-Plugin-Datenbank und hat bis heute ca. 106,000 Downloads.

Die Schwierigkeit der damaligen Zeit bestand darin, Audiodateien richtig zu benennen, also zu taggen und in eine Ordnung zu bringen. Damals gab es auf Audio-CDs keinerlei digitale Informationen, wie beispielsweise den CD-Text, den man heute als Datenquelle für das Tagging zur Verfügung hat.

MEXP löste drei Aufgaben sehr komfortabel in einem(!) Programm.
Das war für diese Zeit absolute Sensation, nahm es doch Features vorweg, die Winamp selbst und andere Player erst Jahre später haben sollten.
Das Taggen wurde einerseits manuell ermöglicht, andererseits könnte man auf Onlinedatenbanken zugreifen, um Albennamen und Titel abzugleichen. Die Anzahl der Titel eines Albums oder Namensfragmente wurden dabei genutzt, um Suchtreffer zu erzielen.
Die Ordnung kam durch einen Musterstring auf die Festplatte.
Beispielsweise: D:\%artist%\%album%\%artist% – %tracknumber% – %title%. Nach diesem wurden sowohl Verzeichnisstruktur als auch Dateinamen neu angelegt oder umbenannt.
Die Bibliotheksfunktion ermöglichte das Scannen ausgewählter Verzeichnisse auf Audiodateien und das anschließende Auflisten. Zusätzlich konnte man innerhalb von MEXP eigene Playlisten anlegen. Diese waren von der Winamp-Playliste abgetrennt.

MEXP lief wunderbar mit Winamp v2.95, der wohl letzten Version der 2er Serie. Diese Kombination zeichnet sich durch einen Speicherverbrauch von 2,5MB aus. Im Vergleich zu jeder nachfolgenden Version von Winamp5 ein Witz. Mit der 5er Version lief es nicht mehr.

Winamp5 sollte ein vollwertiger Mediaplayer werden. Videofunktionalität und Themeabiltity, sowie das einfachere Schreiben von Plugins standen bei der Entwicklung klar im Vordergrund. Doch dieser Weg ging zulasten des Speicherverbrauchs und der Ladezeit, denn Winamp5 brauchte wesentlicher länger beim Start als sein Vorgänger.
Aus einem anfangs sehr schlanken Werkzeug um Audiodateien abzuspielen, wurde ein mit dem betriebssystemeigenen Player vergleichbares Mediaplayermonster.

All jene Nutzer, die diesen Weg nicht länger gehen wollten, blieben entweder der 2.er Version von Winamp treu oder suchten nach neuen, kleineren Werkzeugen. Oftmals landeten Sie dann bei “Foobar” (Foobar2000 – http://www.foobar2000.org/). Alle jene Nutzer, die auf Videoabspielfunktionen in einem Audioplayer verzichten konnten, landeten zumeist bei VLC (VideoLanClient – http://www.videolan.org/).

Ich blieb meiner Kombination aus Winamp und MEXP treu.
Die letzten Bugfixes wurden mit der Version MEXP Beta 9 rev.6 im Jahr 2005 veröffentlicht. Dann absolute Funkstille! Obwohl sich eine Community gebildet hatte, die Anders mit Features-Request und Bugmeldungen unterstützte, wurde das Projekt aus persönlichen Grunden eingefroren und im Prinzip gegen die Wand gefahren.
Er hätte es an die Community übergeben können.

Am 14. Februar 2010 und damit nach gut 5 Jahren Wartezeit hat Anders Thomsen den Source-Code von MEXP schließlich unter Open-Source Lizenz (LGPL) veröffentlicht. Ich war sehr erstaunt, im Repository Dateien mit der Endung “.pas” vorzufinden. Es ist quasi antiker Pascal bzw. Delphi Quellcode. Delphi, ursprünglich von Borland entwickelt, hatte damals gerade die wohl letzte Hochphase. Heute gehört es zu Embarcadero Delphi und ist irgendwo in der Senke verschwunden. Zum kompilieren von MEXP braucht man einige antike Tools, wie Jedi JCL & JVCL und Indy. Allein ein Blick auf die Delphi-Jedi Webseite lässt erahnen, wie weit man sich damit zurückbegibt. Zeitreise pur.

Link zu MEXP in der Winamp Plugin-Datenbank
Dazu bemerkenswert: der vorletzte Kommentar wurde vor 1434 Tagen abgegeben.
Link zum MEXP Repository auf GoogleCode

Das Kriegsschiff

Ein Kriegsschiff befand sich auf offener See. Die See war unruhig und Nebelschwaden erschwerten die Sicht. Kurz nach Anbruch der Dunkelheit meldete der Ausguck: “Licht Steuerbord voraus!”.
“Bleibt es stehen, oder bewegt es sich achteraus?” fragte der Kapitän.
Der Ausguck antwortete: “Es bleibt, Kapitän.”
Das Schiff befand sich also auf einem gefährlichen Kollisionskurs mit dem anderen Schiff.

Da rief der Kapitän dem Ausguck zu: “Schicken Sie dem Schiff ein Signal: Wir sind auf Kollisionskurs, empfehlen 20 Grad Kursänderung.”
Zurück kam das Signal: “Empfehlen Ihnen, den Kurs um 20 Grad zu ändern.”
Der Kapitän sagte: “Melden Sie: Ich bin ein Kapitän, Kurs um 20 Grad ändern.”
“Ich bin ein Unteroffizier,” lautete die Antwort. “Sie sollten Ihren Kurs besser um 20 Grad ändern.”

Inzwischen war der Kapitän ziemlich wütend.
Er schimpfte: “Signalisieren Sie, dass ich ein Kriegsschiff bin. Er soll den Kurs um 20 Grad ändern.”
Prompt wurde eine Antwort zurückgeblinkt: “Ich bin ein Leuchtturm.”
Das Kriegsschiff änderte den Kurs.

phpXRef und suExec

Die von phpXref erstellten Dateien haben Dateiendungen wie “.php.source.html” oder “.php.html”. Auch phpDocumentor erstellt ähnliche Dateiendungen. Da für diese Endungen kein Handler eingestellt ist, verweigert suExec den Dienst. Im suexec Log findet sich der Eintrag: “(8)Exec format error: exec failed”. Der Webserver quittiert eine Anfrage mit “Errror 500″.

Das Problem kann sehr leicht ausgeräumt werden, indem für “.php” einfach der Handler entfernt wird. Dadurch werden die Dateien als HTML ausgeliefert.

Es ist lediglich folgende Zeile in “.htaccess” hinzufügen:

1
2
# .htaccess
RemoveHandler .php

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